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So schnell wie noch nie beim Römerman

Meine Triathlon Quote in dieser Saison war vor dem Rennen nicht unbedingt gut - 50% der Rennen, bei dem ich am Start war, waren ein Duathlon. Desto besorgter war mein Blick auf den Weißen Stein, der höchste Punkt der Römerman Radstrecke. Dort steht ein Funkmast den man von Weitem erkennt. Nicht so bei meiner Anreise zum Start. Schwarzer Stein hätte angesichts der Wolkenfront über besagtem Berg besser gepasst - kein Mast zu erkennen.

Rad einchecken, vor zur Fähre laufen. Einlaufen. Neo in die Hand rauf auf's Boot. Jürgen Hilberath, der Rennorganisator hing in der Dauerschleife zum Deutschen Wetterdienst, um die Bestätigung zu erhalten, dass in den nächsten 2-3 Stunden kein Gewitter auftaucht. Nach ein paar (für mich) bangen Minuten des Wartens, dann endlich die Freigabe. Die Fähre fuhr los - 30 Minuten noch bis zum Start.

Der Schwimmstart erfolgte im Neckar, wir sollten uns am Schild für Flusskilometer 16 positionieren - spätestens da merkte ich, dass die Strömung um einiges stärker war, als noch im vergangenen Jahr. Ein ständiges Zurückschwimmen bis endlich der Startschuss fiel. Für mich lief alles gut, ich kam direkt vom Feld weg und konnte mein Tempo schwimmen. Ein ziemlich schnelles sogar; mit 15:03 Min. (auf 1800m) war ich so schnell wie noch nie :-D - Strömung und Neoprenanzug machen's möglich. Ca. 30 Sek. betrug mein Vorsprung auf den Zweiten Markus Rolli.

Zack auf's Rad, zum Weißen Stein. Aber erst der Steinbruch in Dossenheim, ein "wunderschöner", steiler Anstieg mit sicherlich 15%. Den abgehakt, es folgt eine kurze Abfahrt, die meiner Trinkflasche zum Verhängnis wurde: Ein Blick nach unten und ich sah sie nur noch fallen. Anhalten war in dem Stück nicht wirklich eine Option, also weiter und an der Verpflegungsstation in Ursenbach etwas entgegen nehmen. Somit sollten auch die restlichen Kilometer auf den Feldwegen nach Ladenburg kein Problem werden.

Mit guten Beinen stieg ich vom Rad, hatte einen zügigen Wechsel und versuchte von Beginn an schnell loszulaufen, um den Vorsprung, der inzwischen bei 1:50 Min. war, auszubauen. Mein Plan war am Ende das Tempo, im Hinblick auf Heidelberg in 8 Tagen, etwas herauszunehmen. Der Plan ging voll auf, dank meiner ehemaligen Trainerin Celia, meiner Mutter und Schwester war ich über die Abstände informiert und konnte meinem zweiten Sieg im diesjährigen BASF Cup, vor Markus Rolli und Paul Schuster, entgegenlaufen.

Und auch wenn mich beim RNF Interview, eine Minute nach dem Zieleinlauf, kurz meine geografischen Kenntnisse verließen ;-), habe ich mir für den Heidelbergman am Sonntag eine gute Ausgangslage verschafft, um meinen Gesamtsieg im BASF Triathlon Cup Rhein Neckar zu verteidigen. Das Rennen wird sicherlich richtig spannend!

Man sieht sich in Heidelberg ;-)

Euer Flo