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Regen-/ Kälteschlacht am Walchsee

Die ganze Saison über dachte ich, dass es wettertechnisch nicht schlimmer werden kann als in St. Pölten Ende Mai. Doch am Walchsee wurde nochmal eine ordentliche Schippe drauf gelegt...

Nachdem mein Rennen im Allgäu nach 5 Radkilometern beendet war und es deshalb von dort nicht viel zu berichten gab, konzentrierte ich mich zurück in St. Moritz nochmals auf 1,5Wochen Training - mit der Challenge Walchsee sollte ein Highlight meiner zweiten Saisonhälfte folgen. Ein Highlight war es - allerdings eher bezogen auf das Wetter als auf die Leistung.

Sonntag, 6.00Uhr Frühstück. Erste Nachricht: die Strecke wird verkürzt. Rad um 20km und Schwimmen um 400m. Dass es im Wasser ca. 10Grad wärmer war als draußen ist Randnotiz. 9.10Uhr Schwimmstart. Eigentlich war ich nass vom Verlassen des Autos vor dem Einchecken bis ich ins Ziel kam. 

Mein Schwimmen war gut. Nur ein paar Sekunden verlor ich auf Lukasz Woijt. Einen sich wie Kaugummi in die Länge ziehenden ersten Wechsel später saß ich auf dem Rad. Armlinge und Handschuhe hatte ich angezogen. In die Schuhe brauchte ich auch länger als normal, weil taub, kalt und nass. Wie alles eben an diesem Tag. 

Meine Beine fühlten sich nach dem Höhentrainingslager gut - daran lag's nicht. Nur war mein Kopf etwas versteift - wenn ich mich im Allgäu bei trockener Straße verbremse, wie soll ich dann ein gutes Gefühl in bergab Passagen haben, wenn die Straßen davon schwimmen? (Definitiv etwas, was ich in Zukunft in den Griff bekommen muss!) So verlor ich letzten Endes viel Zeit, aber kam wenigstens sicher um die Kurven... und konnte am Ende auf Platz 3 in die Laufschuhe wechseln. 

Ein Lauf, bei dem ich so unrund wie nie loslief, in welchem ich 10km brauchte, bis ich wieder Gefühl in meinen Füßen hatte. Und in dem es nach 5km nocheinmal richtig anfing zu schütten rundete dann einen nassen, kalten ekelhaften Tag ab. 

Platz 4 am Ende ist nicht das was ich mir nach meinem 2. Platz im Vorjahr vorgenommen hatte! Aber ich weiß woran es lag, und werde daran im Winter arbeiten. Trotzdem bin ich zufrieden einen weiteren soliden Lauf ins Ziel gebracht zu haben - und bei den Bedingungen einfach heil und gesund ins Ziel gekommen zu sein!

 

Fotocredits: Marcel Hilger