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Challenge Walchsee

Fünf Wochen nach dem Heidelbergman stand mein letztes Highlight der Saison 2016 auf dem Plan - die Challenge Walchsee. Ausgesucht hatte ich mir das Rennen, weil alle immer von der Landschaft geschwärmt hatten.

Das bestätigte sich spätestens, als ich Unterschlupf bei meinem Teamkollegen Julian in Übersee (am Chiemsee) suchte. Die Gegend ist einfach wunderschön und nur 40 Fahrminuten von der Wettkampflocation entfernt.

Beim ersten Streckencheck schüttete es zwar ohne Ende, aber bei folgenden Ausfahrten hatten wir mehr Glück. Definitiv das landschaftlich schönste Rennen bisher.

Die Vorbereitung verlief sehr gut. Ein paar Tage am Chiemsee, eine Woche zu Hause und dann die Tage vor dem Rennen wieder am Chiemsee. Die Form stimmte und ich fühlte mich gut - ggf. aufgemuntert durch exzessiven Kaffee- und Kuchenkonsum im Hause Erhardt. Die Sahne immer dabei, weil ohne Sahne schmeckt der Kuchen nicht. 1-a-Wettkampfernährung! Danke Karin an dieser Stelle ;-) .

... Aber zum eigentlichen Rennen ...

Das Schwimmen verlief sehr gut. Zwar hatten wir einige Probleme den Startschuss der Kanone zu hören bzw. zu deuten, aber als alle ins Wasser rannten ging es rund. Ich konnte mich schnell vom Feld um Molinari, Knabl, McNamee, Steger und Co. absetzen und mein eigenes Rennen schwimmen. Ca. 50 Sek. Vorsprung nahm ich mit an Land und auf's Rad.

Im Vorfeld hatte ich mir einen groben Plan überlegt, wie ich fahren wollte - und im Gegensatz zu Heilbronn dieses Mal auch umsetzen wollte. Erstmal alleine in Führung, überholte mich Molinari am Ortseingang Walchsee (ca. KM 25). Mitfahren sparte ich mir, war in Heilbronn keine gute Idee ;-) . Trotzdem wurde der Abstand nicht so groß wie ich dachte; bis zum Wechsel "nur" 1:30 Min. Den Abstand zu Thomas Steger konnte ich konstant bei 2 Min. halten. Mit der zweiten Radzeit und endlich mal, den Umständen entsprechend entspannt, ohne Krämpfe und einzugehen konnte ich die Laufschuhe anziehen.

Auch beim Halbmarathon wollte ich mein eigenes Ding laufen. Klar, sicherlich nicht so spannend vom Rennverlauf her, aber immer noch besser als bei 30 Grad und KM 10 nur noch zu gehen. Und wieder zeigte sich, dass die Taktik nicht so schlecht war.

Mein Rückstand auf Molinari verkürzte sich zeitweise bis auf 50 Sek., letzten Endes war aber nichts zu machen. Steger kam anfangs schnell bis auf eine Minute heran - nach seiner Zeitstrafe konnte ich ihn aber auf 1:10 Min. Abstand halten. Jeder Hügel, insbesondere die nette kleine, steile Brücke kurz vor dem Ziel tat ziemlich weh, aber Zähne zusammenbeißen und ab ins Ziel.

Nach meiner erst dritten Mitteldistanz - gleichzeitig meiner Besten - darf ich mich jetzt Vizeeuropameister der ETU nennen :-) .

Niemals hätte ich im Vorfeld damit gerechnet, aber wenn's dann trotzdem klappt, ist's umso cooler.

Das zeigt mir auf jeden Fall, dass mein Trainer und ich in der Vorbereitung vieles richtig gemacht haben. Danke auch an alle die an der Strecke waren und mich auch das Jahr über unterstützt haben.

Nächste Saison geht's weiter - denn Luft nach oben ist immer ;-).

Euer Flo