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Challenge Heilbronn

Mitte der Woche erstmal die "Schock"-Nachricht: Duathlon statt Triathlon. Die Frage der Fragen die ich von jedem hörte: "Und Duathlon? Ist ja jetzt schlecht für dich, oder?"

Naja was soll ich sagen, vielleicht hat mich das am ehesten getroffen. Nur weil ich vom Schwimmen komme heißt das aber nicht, dass ich nicht laufen kann - klar noch nicht so schnell wie einige Topleute, aber es wird. Ich fand's eher schade, dass es eines meiner Saisonhighlights war, und das dann eben nicht als Triathlon ausgetragen wird. Aber hätte, wäre, wenn und aber interessieren nicht.

Also Startschuss 9.10 Uhr am Neckar. Auf fünf Kilometern gesehen bin ich auf dem Papier nicht allzu weit von Horst, den beiden Andis, Maurice und Co entfernt, das wusste ich. Speziell Letztere rannten die ersten Kilometer, als Schwimmersatz, los wie die Gestörten :-D . Ich zog mein eigenes Tempo durch und konnte mit Horst und Giulio Molinari auf's Rad wechseln. Dass sich auf dem Rad die Spreu vom Weizen trennt war klar.

Im Vorfeld hatte ich mit meinem Trainer einen Plan ausgearbeitet, wie ich mich pacen sollte - nach Watt. Ganze zwei Kilometer hat es gedauert bis der Plan über den Haufen geworfen wurde. Ich wollte mich erstmal in der Gruppe positionieren und nicht gleich alle davonfahren lassen. Knapp vor mir wechselte noch Marc Dülsen, an dem ich mich, bis ich ihn bei der Hälfte des Rennens auf einer Abfahrt aus den Augen verlor, orientierte.

Meine Wattwerte hatte ich ständig im Auge und wusste, dass das deutlich zu viel war - nach einer Stunde ca. 20-25 Watt mehr als geplant. Die Vorahnung, dass das hintenraus hart wird hatte ich da bereits, aber andererseits hatte ich so angefangen, Tempo deutlich rausnehmen war keine Option ;-) . Bis KM 75 ging alles gut, dann ging's nach Neiperg und spätestens da meldeten sich die Beine. Kurz darauf war es dann um meine Beine halbwegs geschehen und ich versuchte noch anständig zur Wechselzone zu kommen. Von Horst und Markus Rolli wurde ich noch eingesammelt und wechselte kurz danach zum Halbmarathon.

Abstände wusste ich nicht, Horst war auf und davon zum 3. Platz an diesem Tag. Auf Markus Rolli konnte ich bei KM 4 auflaufen - später sollte er mich 200 m vor dem Ziel übersprinten (Hut ab an der Stelle vor dem Endspurt :D ). Ich versuchte von Beginn an meinen Lauf konstant durchzuziehen, was mir sehr gut gelang. Klar wurde es hintenraus richtig hart, die Tatsache, dass es meinen Teamkollegen Andi zusammen mit Molinari aufstellte und ich beide bei KM 19 noch überholen konnte war aber nochmal ein kleiner Motivationsschub. Am Ende war ich an jedem Wendepunkt/ Kurve oder kleinem Anstieg kurz vor Krämpfen. Gut, 26 Kilometer Laufen sind teilweise mein halbes Wochenpensum, da geht das in Ordnung. Das heißt wenigstens, dass ich alles gegeben habe.

Der 7. Platz geht also ziemlich in Ordnung, hätte ich nicht mit gerechnet :-) .

Viel wichtiger am Ende aber für mich persönlich: Es geht auch ohne Schwimmen und das wollte ich ja zeigen. Vor mir waren überwiegend Leute, die schon etliche Mitteldistanzen oder Ironmans mit Siegen oder Podiumsplatzierungen beendet haben. Bei mir war es erst die zweite Mitteldistanz. Wie es mit Schwimmen ausgesehen hätte, spielt da keine Rolle.

Eingehen auf dem Rad gehört auch dazu. Immer noch besser, als jetzt dazusitzen und zu überlegen, was wäre, wenn. Man lernt aus allem ;-). Ich bin sehr zufrieden und meine Beine sind im Eimer.

In vier Wochen geht's weiter mit dem Römerman in Ladenburg - erstmal wird aber ordentlich regeneriert.

Bis demnächst ;-)

Euer Flo